Liquidität
Ihr Unternehmen ist liquide, weil Sie gute Aufträge haben und weil Sie einen guten Überblick über Ihre Ein- und Auszahlungen sowie über Ihre Kapitalsituation insgesamt haben.
| Ein Zahlungsengpass, wenn auch nur vorübergehend, bringt Ihrem Unternehmen große Nachteile. Der Vertrauensverlust bei Ihren Lieferanten und deren Kreditversicherern spricht sich schnell herum. Durch Liquiditätssteuerung erreichen Sie, dass Zahlungsprobleme vermieden oder rechtzeitig erkannt werden. Durch sorgfältige Vor- und Nachkalkulation besitzen Sie Kenntnisse über die Wirtschaftlichkeit Ihrer einzelnen Aufträge. Sie berücksichtigen bei Ihrer Liquiditätskontrolle auch Risiken, die nicht direkt finanzieller Art sind. |
Gute Praxis
Sie steuern und überwachen Ihre Zahlungseingänge und -ausgänge und Ihre Kapitalausstattung insgesamt, um langfristig solide wirtschaften zu können.
- Planung und Steuerung der Liquidität und der Kapitalausstattung sind für Sie überlebenswichtig und deshalb „Chefsache“.
- Sie beschaffen sich alle nötigen Informationen für Ihren Liquiditätsplan – zum Beispiel von Ihrer Buchhaltung und Ihrem Ein- und Verkauf.
- Sie planen Ihre Liquidität regelmäßig – zum Beispiel monatlich oder wöchentlich. Planungsgrundlage ist die Feststellung der verfügbaren liquiden Mittel – Ein- und Auszahlungen, Kassenbestand, Bankguthaben, aber auch Eigenkapital/ Vermögenswerte sowie Kredite und Kreditlinien.
- Investitionen planen Sie besonders sorgfältig, weil sie Ihre Liquidität sofort belasten, während der Ertrag erst in späteren Geschäftsperioden anfällt. Bei Fremdfinanzierung sollten Sie Ausgaben (Investition) und Einnahmen (Bankkredit) getrennt planen.
Sie beeinflussen die Zahlungsmodalitäten so, dass möglichst keine temporären Zahlungsengpässe auftreten oder dass mindestens deren Auswirkungen gering gehalten werden.
- Sie vereinbaren mit möglichst allen Partnern (zum Beispiel mit Kunden, Lieferanten, Banken) feste Zahlungsziele – möglichst vertraglich. Sie besitzen damit eine verlässliche Planungsgrundlage.
- Wenn bei längeren Aufträgen finanzielle Engpässe auftreten, sichern Sie Ihre Zahlungsfähigkeit durch Maßnahmen wie zum Beispiel die Vereinbarung von Abschlagszahlungen.
- Lassen Sie sich bei Zahlungsproblemen Ihrer Kunden sofort rechtlich beraten, damit Sie keine formalen Fehler begehen und Ihre Ansprüche korrekt formulieren.
- Informieren Sie sich gegebenenfalls über die Zahlungsfähigkeit Ihrer Kunden, bevor Sie die Zahlungsmodalitäten vereinbaren.
- Handeln Sie in Verträgen mit Ihren Lieferanten, Versicherern, Vermietern oder Energieversorgern gute Bedingungen aus (Zahlungsfrist, Gutschriften, Skonto, Preisnachlässe).
Sie berücksichtigen bei Ihrer Liquiditätsplanung nicht nur direkt finanzielle Risiken, sondern auch andere interne und externe Risiken, die die Liquidität beeinflussen können.
- Sie erfassen bei der Liquiditätsplanung vorausschauend möglichst alle internen Risiken, die sich finanziell auswirken können. Sie berücksichtigen dabei auch jene, die sich aus der Arbeitsorganisation, den Arbeitsabläufen, dem Personaleinsatz, dem Arbeitsmittel- und Materialeinsatz, der Produktqualität oder der Zusammenarbeit mit Lieferanten ergeben können. > Risikobewertung
- Sie erfassen bei der Liquiditätsplanung vorausschauend auch die externen Risiken, die sich finanziell niederschlagen können. Sie berücksichtigen dabei Risiken, die sich aus Absatzbedingungen, Ihrem Image bei den Kunden, Rechtsvorschriften oder externen Angriffen und Katastrophen (Virenangriffe, Hochwasser, Terroranschläge) ergeben können. > Risikobewertung
Praxishilfen
Praxishilfen zur Umsetzung der hier beschriebenen Tipps und Hinweise bitte hier klicken >




