Innovation

Der Markt und die Bedingungen für Produkte und Leistungen ändern sich ständig. Sie bleiben nur wettbewerbsfähig, wenn Sie in der Lage sind, diese Veränderungen zu erkennen, aus ihnen zu lernen und Ihre Produkte und Leistungen ständig weiterzuentwickeln.

Nur wer innovativ ist, bleibt konkurrenzfähig und gehört zu den Besten. Wer innovativ ist, nimmt die Signale aus der Umwelt (Markt, Kunden, technologische Entwicklungen, Politik, Gesellschaft) frühzeitig wahr und setzt sie rasch in Ideen und Projekte um. Ein innovatives Unternehmen ist besonders veränderungs- und lernfähig. Innovation kann man vorbereiten und steuern.
Im Unternehmen gibt es unterschiedliche Innovationen:

Produktinnovationen sind eine Antwort auf immer kürzer werdende Produktlebenszyklen, sich verändernde Kundenbedürfnisse und technologische Fortschritte.

Prozessinnovationen (neue Verfahren und Organisationsformen) verhelfen zu höherer Effektivität und Kreativität.

Soziale Innovationen (Erhöhung der Motivation und Arbeitszufriedenheit, Gesundheits- und Kreativitätsförderung und Ähnliches) sichern die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft und die Lernfähigkeit Ihrer Beschäftigten, ohne die kein Innovationsprozess erfolgreich sein kann.

Gute Praxis

In Ihrem Unternehmen ist jedem Beschäftigten klar, dass bei Ihnen großer Wert darauf gelegt wird, die Produkte und Leistungen weiterzuentwickeln und die Prozesse im Unternehmen zu verbessern.

  • Schon in der Strategie Ihres Unternehmens wird deutlich, dass Sie versuchen, durch ständige Produkt- und Leistungsentwicklung zu den Besten in der Branche zu zählen. > Strategie
  • Ihre Beschäftigten kennen Ihre Innovationsvorstellungen und wissen, was Sie von ihnen verlangen. > Organisation
  • Sie motivieren Ihre Beschäftigten, ständig über neue Möglichkeiten bei der Arbeit und neue Produkte und Leistungen nachzudenken. Sie ermuntern und motivieren sie, ihre Ideen einzubringen. > Unternehmenskultur

Sie haben festgelegt, wie aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Markt, Technologien, Know-how und Kundenbedarf erfasst werden.

  • Sie beziehen die wesentlichen Fachzeitschriften Ihrer Branche und recherchieren systematisch im Internet, um neue Entwicklungen frühzeitig kennenzulernen.
  • Sie oder ausgewählte Beschäftigte aus Ihrem Unternehmen besuchen die für Ihren Markt relevanten Messen, Kongresse und Fachkonferenzen.
  • Ihre Beschäftigten nutzen gezielt Kundenkontakte, um (sich ändernde) Bedürfnisse, Interessen und Vorstellungen der Kunden kennenzulernen. > Kundenpflege

Sie besitzen ein Verfahren zur systematischen Erfassung und Auswertung von Informationen über neue Entwicklungen und verfügen über geeignete Methoden zur praxisnahen Umsetzung.

  • Bei Ihnen ist festgelegt, wie die neuen Erkenntnisse und Informationen für die Weiterentwicklung der Produkte und Leistungen und die Verbesserung der Prozesse im Unternehmen ausgewertet und genutzt werden. > Prozesse
  • Sie organisieren regelmäßige Gesprächskreise – zum Beispiel ein-/zweimal im Jahr, in denen über Ideen für neue Produkte und Leistungen und Erfahrungen gesprochen wird. Bei der Zusammensetzung der Gesprächskreise achten Sie darauf, dass die unterschiedlichen Perspektiven zusammenkommen, um eine große Meinungsvielfalt zu erreichen – zum Beispiel Teilnehmer aus unterschiedlichen Teams/Abteilungen, mit unterschiedlichen Kompetenzen und Persönlichkeiten.
  • Sie achten darauf, dass die Innovationen praxisnah sind. Der Nutzen für Ihre Produkte, Leistungen und Prozesse muss im Vordergrund stehen. Nicht jede Innovation ist hilfreich. Manchmal ist Abwarten klüger als zu schnelles Aufspringen auf jeden Trend. Bei Einführung neuer Produkte und Leistungen beziehen Sie deswegen Ihre Kunden mit ein und bei der Einführung neuer Prozesse im Unternehmen Ihre Beschäftigten.
  • Sie kennen und nutzen die Methoden des Innovationsmanagements, z. B. die Methoden und Instrumente des Projektmanagements. Die vor und während der Innovationsprozesse auftauchenden finanziellen, organisatorischen und personellen Probleme haben Sie dank guter Planung und Einbeziehung der Beschäftigten im Griff. Der Erfolg zeigt sich in einem hohen Anteil an Produkten, die jünger als drei Jahre sind, und an einer kurzen Produktentwicklungszeit (time to market).

Sie schaffen die Voraussetzungen, dass die Beschäftigten kreativ und innovativ sein können.

  • Sie entwickeln eine Innovationskultur,
    • die Fehler erlaubt und das Lernen aus Fehlern fördert,
    • die Risikobereitschaft akzeptiert,
    • die Innovationskompetenz aller Beschäftigten durch Aus- und Weiterbildung verbessert,
    • Ihren Beschäftigten die erforderlichen Freiräume zum Mitdenken und Entwickeln von Ideen und Vorschlägen gibt.
    UnternehmenskulturPersonalentwicklung

Praxishilfen

Praxishilfen zur Umsetzung der hier beschriebenen Tipps und Hinweise bitte hier klicken >

 

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Prof. Dr. Richard Merk
Geschäftsführer der Fachhoch­schule des Mittelstands (FHM), Bielefeld
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